KiSS - Hermetik - Oloid

von Gudrun Graf (Kommentare: 1)

Wie eine Form alles verbindet

Es gibt Erkenntnisse, die kommen nicht durch neues Lernen,
sondern durch Wieder-Erinnern.

Ich bin 72 Jahre alt.
Und in den letzten Monaten – im Austausch mit der KiSS-Arbeit und besonders durch die Begegnung mit Carmen Pipola – ist mir etwas bewusst geworden, das mich mein ganzes Leben begleitet hat, ohne dass ich es so klar benennen konnte:
die hermetischen Prinzipien.

Nicht als Theorie.
Sondern als gelebte Erfahrung.

Hermetik spricht von Zusammenhängen.
Von Polarität.
Von Gegensätzen, die keine Feinde sind, sondern Teile eines Ganzen.
„Wie oben, so unten.“
„Wie innen, so außen.“

Was mich dabei besonders berührt hat, war eine Form, die Carmen in die Arbeit eingebracht hat: das Oloid.

Das Oloid ist keine esoterische Erfindung, sondern eine geometrische Form, entdeckt von einem Ingenieur.
Es entsteht aus zwei Kreisen, die rechtwinklig zueinander stehen.
Zerlegt man es, hat man zwei einfache Teile.
Setzt man sie wieder zusammen, entsteht etwas Drittes – eine Form, die sich nur als Ganzes sinnvoll bewegt.

Kein Teil für sich ist „richtig“.
Erst im Zusammenhalt entsteht Bewegung, Fluss, Sinn.

Für mich ist das Oloid ein wunderbares Bild für Hermetik –
und zugleich für das, was wir in KiSS tun.

Wir zerlegen nicht, um zu analysieren.
Wir ordnen nicht, um Ordnung zu erzwingen.
Wir bringen Teile in Beziehung,
bis sichtbar wird, was zusammengehört.

Manches wirkt widersprüchlich.
Manches scheint nicht vereinbar.
Und doch: Es gehört zusammen.

Diese Erkenntnis ist nicht neu für mich.
Aber sie ist jetzt reif geworden.

Vielleicht, weil das Leben mit den Jahren weniger beweisen will
und mehr teilen darf.

Deshalb schreibe ich darüber.
Nicht, um zu belehren –
sondern um etwas weiterzugeben,
das sich bewährt hat.

Danke an Carmen Pipola,
die mit KiSS und ihrer Art zu arbeiten
mir diese Zusammenhänge neu geöffnet
und in eine klare, heutige Sprache gebracht hat.

Ich teile diese Gedanken als Einladung.
Zum Schauen.
Zum Spüren.
Und vielleicht zum Wieder-Erkennen.

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Kommentar von Maria |

Liebe Gudrun, so schön dass sich deine tolle spirituelle Arbeit in eine wunderbare Form verwandelt hat. Mir geht es auch gut und mein Weg öffnet sich immer mehr,,, Alles Liebe aus Seekirchen Maria

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Gudrun ist diplomierte Qi-Gong-Lehrerin und Naturheiltherapeutin lebt und arbeitet in Wien und Salzburg. Neben Tao und Chi Nei Tsang hat sie sich auf Familienaufstellungen spezialisiert.

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