„Wie ich heute aufstelle“
von Gudrun Graf (Kommentare: 1)
Weil Veränderung auch still geschehen darf.
Seit vielen Jahren begleite ich Menschen mit systemischen Aufstellungen.
Ich habe viel gesehen. Viele Tränen. Viele Zusammenbrüche. Viele mutige Schritte durch alte Geschichten hindurch.
Was sich in letzter Zeit verändert hat:
Ich tue es jetzt anders.
Still.
Klar.
Und ohne dass man in jedem Fall noch einmal durch das ganze Dunkel muss.
Viele, die mich kennen, verbinden Aufstellungen mit Schwere.
Mit Emotionen, die überrollen.
Mit Szenen, in denen sich alte Dramen in voller Wucht wiederholen –
und manchmal mehr aufreißen als heilen.
Mich hat das zunehmend beschäftigt.
Ich wollte weiter begleiten – aber nicht mehr retraumatisieren.
Nicht mehr seelische Schleifen produzieren.
Nicht mehr endlos reden.
Und dann kam KiSS – Keep it Simple and Safe.
Eine Form des Aufstellens, die das Wesentliche sichtbar macht, ohne die Seele zu überfordern.
Die Struktur gibt, statt zu verwirren.
Die still ist – und gerade dadurch tief.
Was bedeutet das konkret?
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Wir stellen nicht den Schmerz in den Mittelpunkt, sondern das, was möglich ist.
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Wir brauchen keine langen Geschichten – nur das, was gesehen werden will.
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Wir arbeiten mit klaren Lösungsbildern, die Halt geben.
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Jede*r bleibt in seinem Tempo, und dennoch geschieht Wandlung.
Nicht, weil wir ausweichen.
Sondern weil wir anerkennen, was ist, ohne es nochmals durchzuleiden.
Für mich ist das eine Befreiung.
Und für viele, die ich begleite, auch.
Ich glaube nicht mehr an das „tiefer, härter, länger = echter“.
Ich glaube an das Einfache. Das Gesehene. Das Würdige.
Manchmal genügt ein stilles Bild –
und etwas in uns richtet sich auf.
Herzlich,
Gudrun

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Kommentar von Barbara |
Liebe Gudrun, ich kenne Dich seit vielen Jahren und punkto Aufstellung warst Du für mich immer die Beste. Alles Liebe weiterhin für Dich und Dein Wirken ????